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Dienen im Akkord – Unsere Jahresmannschaft beim Christival

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Samuel Hartung – Ich glaube. Wir feiern. Das Leben. Unter diesem Motto startete am 25. Mai das Christival 22 in Erfurt. An fünf Festivaltagen feierten über 10.000 vornehmlich junge Menschen ihren Glauben. Als diesjährige Jahresmannschaft waren wir Mitarbeiter und Teil des Ganzen und trugen mit unserem Beitrag zum Gelingen bei.

Durch das gesamte Christival begleitete die Teilnehmenden der Philipper-Brief. In der Vorbereitung wurde der Philipperhymnus aus Kapitel 2 in sechs Absätze unterteilt, die jeweils in einer kreativen, begeh- und erlebbaren Gebetsstation veranschaulicht werden sollten. Die OJC übernahm die Station mit dem kurzen Satz: „Und er nahm Knechtsgestalt an.“

Schon die FSJler des Vorjahres hatten ein Konzept entwickelt, das Jesu „Knechtsein“ darstellt. Das haben wir aufgegriffen und umgesetzt. Entstanden sind daraus folgende Bestandteile unserer Station: Ein Dialog zwischen Gott Vater und dem Sohn Jesus Christus, welcher gleich zu Beginn die Zuhörer zum Nachdenken anregt. Drei biblische Szenen, gebaut aus Schaufensterpuppen, welche Jesu Dienst an uns aufzeigen und durch QR-Codes erklären. Eine Bar, an der es Getränke gab oder das Angebot, sich die Füße waschen zu lassen.

Ein Dienst am Ganzen

Schritt für Schritt wollten wir die Teilnehmer an die Knechtsgestalt heranführen, ihnen zeigen, was es heißt, dem anderen zu dienen, sich selbst unterzuordnen, auch wenn es Überwindung kostet und unangenehm ist.

Da unsere Station stark frequentiert war, hatten wir während der Öffnungszeiten alle Hände voll zu tun mit dem Erklären der einzelnen Stationen, dem Ausgeben von Getränken und dem Waschen von Schuhen und Füßen.

Zusammen mit unserer Aufgabe als Ordner bei den Veranstaltungen am Vormittag war dies sozusagen unser Dienst an den Teilnehmern und jeder trug so dazu bei, dass das Christival zum absolut größten Teil geregelt und sicher ablaufen konnte.

Ich erinnere mich noch gut an das stetige Wiederholen der Einweisungen in die Stationen, oder die freundliche, aber bestimmte Bitte als Ordner, dass die Teilnehmer bitte die Halle verlassen mögen. Manchmal fragte ich mich, ob ich wirklich durch so eine repetitive Aufgabe am Reich Gottes teilhabe. Es half mir zu sehen, dass die Leute unsere Arbeit ernstnahmen, uns zuhörten und uns eigentlich auch dringend brauchten.

Zum Glück hatten auch wir Mitarbeiter freie Zeit, die wir zum Teil auf den abendlichen Veranstaltungen oder in der Mitarbeiter-oase verbracht haben. Am Abend rückte vor allem das im Motto erwähnte „Wir feiern“ in den Vordergrund, mit Lobpreiskonzerten, großen Spieleshows oder christlichen Club- und Hip-Hop-Darbietungen.

Wer zu später Stunde keine Kraft mehr hatte, wurde in der Mitarbeiteroase, einem Ruhebereich für uns Mitarbeiter, umsorgt und konnte mit Gesprächen und Süßigkeiten seine Batterie wieder auffüllen.

Ein Ort zum Entschleunigen

Während des Christivals fiel mir eine Sache auf, die mich sehr zufrieden machte: Im Gegensatz zu dem Großteil der anderen Angebote, welche die ausgelassene Stimmung und jugendliche Feierlaune in vielen der Teilnehmer weckten, war es bei uns eher still, nachdenklich, entschleunigend. Und so konnten wir für alle, die es genau danach dürstete, einen Ausgleich anbieten.

Wir waren weder fehl am Platz, noch langweilige Stimmungs-Drücker und hatten durchaus unsere Berechtigung. Dieser Blick auf unseren Beitrag zum Christival erfreut mich ebenso wie der Rap-Künstler, der zuvor nur Musik zur Selbstbestätigung machte, mit teils derben, obszönen und gewaltvollen Texten, aber dann Jesus erkannte und sein Leben konsequent umstellte. Und dann stand er vor ein paar Hundert jungen Leuten und nutzte sein Talent, um den Herrn zu preisen. Halleluja!

Von Samuel Hartung

Salzkorn 3 / 2022: WELTWEIT #FAIRBUNDEN
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